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Unterschiede Spielqueue

Warum gibt es Billard Queues in einteilig und mehrteilig?

Der Hauptgrund ist, dass mehrteilige Queues besser zu transportieren sind. Gute Billardspieler haben meist ihr eigenes Queue (meistens besitzen gute Billardspieler mehrere Queues, siehe Break- und Jumpqueue), diese müssen dann zu Wettkämpfen und Turnieren mitgenommen werden. Einteilige Queues (also mit einer Länge von etwa 145 cm) wären da recht sperrig. Daher sind 90% aller Billard Queues mit Gewinde ausgestattet und zerlegbar. So passen sie in alle handelsüblichen Queue-Koffer und Queue-Taschen.

 
Warum gibt es Billard Queues mit aufschraubbaren Queuespitzen und auch solche bei denen die Queuespitzen fest aufgeklebt sind?

Beide Systeme gibt es seit über 50 Jahren und beide Systeme haben sich bewährt. Dies sind die Vor- und Nachteile:

Schraubspitzen

Damit sind alle Queues der und auch etliche Queues der mittleren Preisklasse ausgestattet.
Der Vorteil ist, wenn die Spitze mal erneuert werden muss, dauert der Wechsel nur wenige Sekunden: Alte Spitze rausschrauben und neue Spitze reinschrauben.

Es gibt natürlich auch Nachteile; eine Schraubspitze kann sich nach 100 oder 200 Spielstößen etwas lockern, ohne das der Spieler dies sofort merkt.
Im ungünstigsten Fall misslingt dann ein entscheidender Stoß, nur weil die Spitze locker ist. Also, bei einem Billardspiel etwa 1 oder 2 mal pro Stunde auf festen Sitz überprüfen bzw. wieder etwas festdrehen.

Klebspitzen

Damit sind die meisten professionellen und teureren Queues ausgestattet.
Der Vorteil ist, die Spitze wird permanent drauf geklebt. Seit über 100 Jahren werden bei hochwertigen Queues die Spitzen aufgeklebt. Danach sitzen sie dauerhaft fest ohne die Gefahr des Lockerns. Außerdem lassen sie sich mit entsprechendem Werkzeug leicht bearbeiten (etwa mit einem Queuespitzen-Former) ohne das sie abfallen oder sich lockern.
Kurz: Klebspitzen werden von allen ambitionierten Billardsportlern und auch von allen Billard-Profis benutzt.

Der Nachteil bei Klebspitzen ist, dass eine geklebte Spitze nicht so schnell ausgewechselt werden kann wie eine aufgeschraubte Spitze. Das Aushärten des Klebstoffs kann ein paar Stunden dauern, daher haben gute Spieler bzw. Turnier-Spieler auch immer mindestens 2 Queue Oberteile dabei.

  1. Die Spitze ist perfekt in Form und geeignet, dem Ball die gewünschte Energie und eventuelle Drehungen zu vermitteln
  2. Die Spitze ist zu niedrig (= abgespielt) und gehört bereits ausgetauscht.
  3. Die Spitze ist zu flach, beim Abstoßen klingt das Queue ungewohnt. Feine Effekte sind nicht mehr zu erzielen.
  4. Die Spitze steht über. Energie, die man dem Ball vermitteln will, geht verloren. Der Druck, der beim Zusammenprall der Queuespitze mit dem Ball entsteht, wird nicht voll aufgefangen.